Warum multisensorisches Lernen so wirksam ist
Stellen Sie sich vor: Ein Kind steht vor einem Planetenmodell. Es dreht ihn, fühlt die Oberflächenstruktur, schaut beinahe ins Innere des Universums. In diesem Moment passiert Magie und Neurowissenschaft. Das Gehirn speichert nicht nur, was es sieht, sondern auch, wie es sich anfühlt. Lernen wird zum Erlebnis. Zum Abenteuer. Zum multisensorischen Lernen.

Von der Forschung ins Erlebnis: Multisensorisches Lernen erklärt
Die Neurowissenschaft ist sich heute einig: Erlebnisse, die wir aktiv mitgestalten, prägen sich tiefer ein als passive Beobachtungen. Ein Grund dafür liegt im sogenannten Enactment Effect – einem Phänomen, das beschreibt, wie Handlungen das Gedächtnis stärken. Wer etwas selbst ausprobiert, statt es nur erklärt zu bekommen, ruft diese Information später bis zu doppelt so schnell ab.
Auch die Theorie der Embodied Cognition liefert spannende Erkenntnisse: Unser Denken ist untrennbar mit unserem Körper verbunden. Bewegungen, Gesten und der Tastsinn sind keine „Extras“, sondern integrale Bestandteile des Lernprozesses. Das Gehirn verknüpft das, was wir fühlen, direkt mit dem, was wir verstehen.
Hinzu kommt die emotionale Kodierung: Wenn Kinder (und Erwachsene!) beim Lernen Spaß, Neugier oder Überraschung empfinden, wird Dopamin ausgeschüttet – ein Botenstoff, der Lernprozesse verstärkt und Inhalte im Langzeitgedächtnis verankert.
Lernen mit allen Sinnen: Warum Haptik so wichtig ist
Moderne Hirnforschung zeigt ganz klar: Multisensorisches Lernen – also Lernen über Sehen, Hören und Fühlen – aktiviert gleich mehrere Regionen des Gehirns. Wenn wir etwas berühren, verknüpfen wir Informationen direkt mit motorischen und emotionalen Zentren. Diese Verbindung sorgt dafür, dass Inhalte tiefer gespeichert und länger erinnert werden.
- Das somatosensorische System (Tastsinn) aktiviert beim Fühlen dieselben Areale, die auch beim Erinnern und Vorstellen genutzt werden.
- Handbewegungen fördern das räumliche Denken – entscheidend für Mathematik, Naturwissenschaften und Technikverständnis.
- Studien zeigen: Kinder (und Erwachsene!) behalten bis zu 30 % mehr Wissen, wenn sie etwas selbst ausprobiert und angefasst haben, statt es nur zu sehen oder zu hören.
Das heißt: Wer mit allen Sinnen lernt, lernt intensiver, nachhaltiger und vor allem mit mehr Begeisterung.
Amazibition macht multisensorisches Lernen erlebbar
Diese wissenschaftlichen Grundlagen sind einer der Hauptgründe, warum wir bei Amazibition konsequent auf Hands-on-Formate setzen. Unsere Ausstellungen sollen nicht nur Spaß machen oder informieren, sondern erleben lassen. Nicht nur beeindrucken, sondern selbst aktivieren.
Denn wir glauben: Wenn Lernen Spaß macht und Spaß bildet, entsteht etwas Einzigartiges – Momente, die bleiben.
Erleben Sie jetzt, was es heißt, mit allen Sinnen zu lernen.


